Kosmische Strahlung – Hafelekar – Viktor Franz Hess

Hafelekar
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Nachdem die Entdeckung der Radioaktivität durch Becquerel und Curie bekannt war, beobachteten die Forscher auch eine Strahlung, die nicht nur in der Nähe von radioaktiven Substanzen auftritt. Die Physiker vermuteten, dass diese Strahlung aus dem Erdinneren kommt.

Diese Hypothese widerlegte der österreichische Physiker Viktor Franz Hess. Er stieg in einem Heißluftballon auf, führte im Ballon Messungen durch und stellte fest, dass die Strahlung mit der Höhe zunimmt. Hess schlussfolgerte, dass die Strahlung aus dem Weltraum kommt und gab ihr den Namen „Kosmische Strahlung“.
1930 kam Hess nach Innsbruck und arbeitete sieben Jahre lang an der Universität. Während dieser Zeit erhielt er für seine Entdeckung der „Kosmischen Strahlung“ den Nobelpreis für Physik. Im Zuge seiner Forschungstätigkeit in Innsbruck wählte Hess das Hafelekar als Ort für Labor und Messstation, da er mit der Nordkettenbahn bequem auf 2300 Meter Seehöhe gelangen konnte.
Mit der Entdeckung der kosmischen Strahlen begann das physikalische Forschungsgebiet der Hochenergiephysik. Heute wissen wir, dass die Erde ständig von sehr energiereichen Teilchen aus dem All bestrahlt wird, von denen einige so hohe Energie aufweisen, dass sie Gestein und Erde durchdringen.

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