Kindergartenpflicht - aber keine Schulpflicht, nur Unterrichtspflicht?

Waldkindergarten Düsseldorf (Wikimedia Commons)Das ist ein Thema, über das man sich streiten kann - und zwar ziemlich intensiv. Kann es wirklich sein, dass eine soziale Zweckgemeinschaft, die eine Nation ( und die ist bei uns im Verhältnis zu anderen ziemlich klein) darstellt, mit derartig massiven rechtlichen Schritten gegen Eltern vorgeht, welche ihre Kinder nicht in einen Kindergarten anmelden?

Die fallweise Überpüfung der Gründe für derartige Elternentscheidungen sollte wohl durchgeführt werden.

Handelt es sich um vernachlässigte Kinder? Übernehmen die Eltern - soferne sie nicht Psychopathen sind - die vorschulische Ausbildung? Sind die Transportwege zur Institution zweckmäßig? Ist der Zeitaufwand dafür vertretbar? Ist das Kind dazu fähig? Oder geht es nur um die Einhaltung eines Gesetzes, das möglicherweise nicht richtig durchdacht wurde? Ist es nur eine Maßnahme, um integrationsunwillige MigrantInnen dazu zu zwingen - obgleich ich immer wieder eben diese am Kindergartentor in aller Früh sehe, weil sie nämlich arbeiten gehen müssen? Kann Vernachlässigung von Kindern dadurch aufgefangen werden, indem alle anderen zwangsverpflichtet werden?

Fahrenheit 251 ist nicht so fern - die Grundidee mag ja humanistisch verankert und gutgemeint sein, doch in dieser Konsequenz exekutiert erinnert sie mich mehr an das Dritte Reich und Stalins Gulag. Es riecht gewaltig nach absoluter Entmündigung. Andererseit? Gab es nicht auch große Gegenwehr gegen die Einführung der Schulpflicht damals vor 300 Jahren? 

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