Internet Governance - ein Minenfeld: Artikelserie auf Telepolis

Bildquelle: tibs.at

 

2005, nach den Maßstäben der Computerwelt also vor einer halben Ewigkeit, fand der 2. UN-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft in Tunis statt. Êr endete damit, dass es keine zentrale UN-Instanz zur Kontrolle des Web geben sollte, neu geschaffen wurde stattdessen eine Diskussionsplattform (das IGF - Internet Governance Forum), an dem sich viele "Stakeholder", also Interessensvertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft beteiligen sollten. Diese Plattform wurde am 31.12.2010 beendet.

Schon 2005 wurde sichtbar, wie unterschiedlich die Erwartungen und Anforderungen der weltweit beteiligten Mächte und Interessensvertretungen waren. Heute, 5 Jahre nach dem Gipfel, stehen wir erneut vor großen Verwerfungen in der Internetwelt. Fünf Jahre Diplomatie haben nicht gereicht, die Probleme zu lösen, im Gegenteil, die Differenzen zwischen Großmächten wie USA, China, Indien zu der Verteilung der Ressourcen, der Verwaltung und Kontrolle der IP-Adressen und der Datenströme ist 2010 erst in voller Schärfe sichtbar geworden. Phänomene wie WikiLeaks, Facebook, Cloud-Computing oder Netzwerkneutralität standen 2005 noch nicht auf der Agenda, sind aber heute zentrale Themen der Diskussion.

Wolfgang Kleinwächter hat auf Telepolis eine 5teilige, sehr informative Artikelreihe zu den Hauptstreitpunkten der aktuellen Netzpolitik verfasst. Für alle, die Hintergrundinformationen zur Webpolitik suchen, eine Fundgrube.

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