Google Arts & Culture - wenn das Museum zu dir kommen soll

Mehrere Bilder an der Wand einer Galerie
Bildquelle: das-museum-bilder-und-videos-malerei-840100 / pixabay.com/de/das-museum-bilder-und-videos-malerei-840100 / sylen / CC0

Für manche ist es nur mehr schwer vorstellbar, wie man in einer Zeit leben konnte, die noch nicht so digitalisiert war, wie jene, in der wir gerade leben. Mittlerweile gibt es bereits für fast alles digitale Hilfsmittel oder gleich einen digitalen Ersatz. Diese Entwicklung erreicht alle Bereiche des Lebens und somit war es nur eine Frage der Zeit, bis es auch die Angebote von Museen betrifft. Ein solches Angebot online auf Inhalte von Museen zuzugreifen bietet das Projekt Google Arts & Culture.

Das Projekt

Das Projekt Google Arts & Culture oder besser gesagt das Google Art Project geht zurück auf ein Projekt von Google Angestellten, die im Rahmen ihrer Anstellung die Möglichkeit haben 20 % ihrer Dienstzeit für eigene Projekte zu verwenden, die außerhalb ihres eigentlichen Arbeitsgebiets liegen. So schlossen sich einige Google Angestellte zusammen und begannen Bilder von teilnehmenden Museen zu digitalisieren, welche dann 2011 erstmals online gestellt wurden. Mittlerweile ist das Projekt Teil des Google Cultural Institute und trägt nun die Bezeichnung Google Arts & Culture.

Das Angebot

Das Angebot auf der Website von Google Arts & Culture ist recht übersichtlich aufgebaut und umfasst mittlerweile Bilder und Objekte von über 1000 Partnermuseen und -archiven. Neben der klassischen Suche gibt es auch eine Tagesübersicht sowie die Möglichkeit einer thematischen Suche - etwa nach Künstler_innen, Material, Kunstrichtungen, historischen Persönlichkeiten und Ereignissen, Orten, virtuellen Rundgängen sowie Projekten. Wer den Zugriff auf den eigenen Standort erlaubt, erhält eine Übersicht darüber, was sich gerade in der Nähe befinden würde. Neben den einzelnen Bilder wird dann in der Regel noch ein kurzer Beschreibungstext sowie Angaben zu diversen Details geboten und das Ganze auch noch kostenlos.

Die Apps

Bei der Nutzung des Angebots ist man nicht nur auf einen Browser angewiesen, Google hat auch 2 Apps entwickelt und zwar für die hauseigene Plattform Android und für iOS. Beide sind kostenlos und werbefrei.

Der Youtubekanal

Es gibt auch einen eigenen Google Arts & Culture Kanal auf Youtube, auf dem diverse Videos zu finden sind. So kann man etwa neben Videos mit Hintergrund- oder Zusatzinformationen auch solche finden, die einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Aber es gibt auch humoristische, in der Kinder Kunstwerke beschreiben, die dann von Erwachsenen erraten werden müssen und noch viele mehr.

Das Fazit

Es wird immer einfacher Objekte aus Museen besichtigen zu können, ohne überhaupt einmal ein Museum von innen gesehen zu haben. Das ist eine feine Sache, wenn man einmal schnell ein bisschen herumstöbern möchte, das Museum der Wahl weit entfernt ist oder man Kunstwerke eines_r bestimmten Künstlers_in betrachten möchte, die auf mehrere Museen verteilt sind. Aber selbst wenn das Bild oder Objekt online viel besser zu betrachten ist, man hineinzoomen kann oder auch Bilder aus mehreren Museen aneinanderreihen und nebeneinander betrachten kann, ist das Erleben von Kunst oft doch mehr als ein digitales Bild bieten kann. Es werden einfach immer das Flair eines Museums, die bewusst getroffene Anordnung einer Ausstellung, die gewählte Beleuchtung und dergleichen mehr fehlen. Insgesamt stellt dieses Onlineangebot aber sicher eine schöne Ergänzung dar - für einige könnte es vermutlich sogar ein Ersatz werden, Flair hin oder her. 

 

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