Gebirgspässe - Übergänge zwischen Tälern

Blick von einem Berg aus auf eine Gebirgskette mit einer Passstrasse
Bildquelle: pass-hochalpenstraße-großglockner-2666164 / pixabay.com/de/pass-hochalpenstra%C3%9Fe-gro%C3%9Fglockner-2666164 / stux / CC0

Wer schon einmal von einem Tal in ein anderes fahren bzw. reisen wollte, hat sich sicher schon geärgert, dass man eigentlich - wenn man die Luftlinie betrachtet - nur eine kurze Distanz überwinden müsste, aber trotzdem zwei ganze Täler durchfahren oder durchwandern muss. Denn das Gebirge dazwischen verhindert den direkten Weg. Eine Lösung für dieses Problem bieten Tunnel oder eben Pässe. Aber was wird eigentlich genau als Pass bezeichnet?

Der (Gebirgs)Pass

Wikipedia liefert für den Begriff Gebirgspass folgende Definition:

Als Gebirgspass oder kurz Pass bezeichnet man den Übergang in das aus Sicht des Talbewohners jenseits des Gebirges liegende Tal. (de.wikipedia.org/wiki/Gebirgspass)

Als Gebirgspass wird somit jene Stelle einer Gebirgskette bezeichnet, an der ein Übergang möglich ist und die von allen möglichen solchen Stellen am tiefsten liegt. Dabei wird oft nicht nur der Übergang selbst als Pass bezeichnet, sondern zusätzlich noch jeglicher Raum und jegliche Struktur, die für die Verkehrsverbindung über die Gebirgskette notwendig sind. Somit werden auch die entsprechenden Passstraßen als Teil des Gebirgspasses angesehen.

Bedeutung von Gebirgspässen

Gebirgspässe sind natürlicherweise zugleich immer Wasserscheiden und trennen somit zwei benachbarte Flusssysteme. Daneben hatten und haben Pässe einen Einfluss auf die Siedlungs- und Menschheitsgeschichte. Dien(t)en sie doch sowohl der ansässigen Bevölkerung als auch Durchreisenden oft als willkommene Möglichkeit Gebirgsketten vor der Zeit von Tunneln in einer ansprechenden Zeit zu überqueren, womit man nicht mehr den weiten Umweg rund um den Gebirgszug auf sich nehmen musste. Ein naheliegendes Beispiel für einen bedeutenden Gebirgspass ist der Brennerpass, über den heute wie damals eine der wichtigsten Routen zwischen dem Norden und dem Süden Europas führt, was für die Geschichte von Tirol nicht ganz unbedeutend war und auch noch ist.

Talpässe

Neben Gebirgspässen gibt es noch Talpässe. Als Talpässe oder besser Engtäler werden Engstellen im Gelände bezeichnet, deren verkehrstechnische Erschließung sich auf Grund von Platzmangel oder anderen topographischen Problemen als sehr schwierig gestaltet und daher besondere Maßnahmen erforderlich macht.

Zahlen, Daten Fakten

Zum Abschluss noch ein paar Informationen und Links zu Gebirgspässen.

  • Der höchstgelegene Pass ist der Semo La im Himalaya auf 5565 m Höhe. Teilweise wird auch der Khardung La mit 5602 m als höchster Pass geführt. Diesen Ruhm verdankt er allerdings einem Messfehler. Neuere GPS-Messungen haben nur eine Höhe von 5359 m ergeben.
  • Der höchste befahrbare Pass in den Alpen ist der Col de l’Iseran mit einer Höhe von 2764 m. Manchmal wird auch der Col de la Bonette als höchster Alpenpass angegeben. Dieser ist allerdings nur 2715 m hoch. Die in diesem Zusammenhang oft angegebenen 2802 m erreicht man nur durch eine Zusatzschleife, die jedoch kein Pass ist.
  • Liste der höchsten Pässe
  • Liste der Alpenpässe
  • Liste der Pässe in Österreich
 

Links:

 
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