Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Elefanten im Zoo
Bildquelle: bilderpool.at / Reinhold Embacher,Teaserbild: Georg Gutternig, bilder.tibs.at

Nicht alles, das man gerne ausdrücken möchte, kann man in Worte fassen. Können tut man schon, aber es gelingt eben nicht immer oder verkompliziert die Sprache bis zur Unverständlichkeit. Umso sinnvoller ist es manchmal anstelle von Worten  ein einfaches Bild zu verwenden. Im Falle dieses Thumbnails könnte man so einiges hineininterpretieren wie z.B. "Versuch's mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit, wirf alle deine Sorgen über Bord, denn ..."

"Weil jeder genau so ist, wie er aussieht, und weil wir nur nicht lesen können, was uns die Natur eindeutig auf die Menschengesichter schreibt, so können Augenblicksfotografien erbarmungslos enthüllen, was das Auge nicht so schnell hat wahrnehmen können. Eine Momentaufnahme ist die fixierte Blamage einer unvorsichtigen Bewegung, eines schiefen Lächelns, einer sorgsam versteckten Beobachtung ... Plötzlich ist alles am Tage.

Das Tier, das fast niemals Komödie spielt, ist in jedem Augenblick unmittelbar wahrhaftig; dem fotografierten Menschen rutscht manchmal aus Versehen die Wahrheit über das Gesicht, und wenn sie ihn gerade dabei fassen, ist es sein Pech. Was enthüllt die Linse –?

Die Linse ist ein Aphorismus aus dem fortlaufenden Roman der Zeltlupe, und was hunderttausend Worte nicht zu sagen vermögen, lehrt die Anschauung, die direkt an das Gefühlszentrum greift, die die Vermittlung der Gehirnarbeit als fast nebensächlich übergeht, die unausradierbar aussagt, wie es gewesen ist. Wir sehen:

Sie küßt hingebender als er, dieser Roman wird vielleicht nicht gut enden, hier wächst ein junges Pflänzchen Unglück; ..." (Quelle: www.text.log.de; Kurt Tucholsky; 10.10.2015)

Ab Weihnachten 2012 beehrte uns, das TiBS, ein Hacker - ein Hacker, der mehrmals in den folgenden Wochen unsere Bilderdatenbank zerstörte aus mir nicht erkennbaren Gründen. Bilderstürmer gab es in der Geschichte schon mehrmals, doch dürfte es sich in unserem Falle mehr um Macht und Rache gehandelt haben und nicht um die Vernichtung eines Abbildes um der Realität mehr Geltung zu verleihen. Ich selbst liebe Bilder aller Art, denn sie geben mir Einblicke in Erlebtes, lassen mich in die Tiefen und Höhen anderer Menschen schauen, beglücken und betören mich ebenso wie sie mich verstören und bedrücken. Blindheit würde mich zutiefst unglücklich machen. Long live my eyes!

Die Neuauflage von bilder.tibs.at dauerte viele Jahre. Begrenzte Ressourcen und sicherheitstechnische Faktoren haben das Ihre dazu beigetragen - und wahrscheinlich ist weiterhin nichts wirklich sicher. Ich wünsche mir jedenfalls, dass zerstörerische Geister sich ihrer Wut bewusster werden und es ihnen gelingt all ihre schöpferische Energie von Vernichtung auf Schöpfung umzupolen. Anarchie hinterlässt nur Blut und Tränen ebenso wie Diktatur und der Glaube der Gerechten.

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bilderpool.at / Reinhold Embacher,Teaserbild: Georg Gutternig, bilder.tibs.at

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