Doxxing - Modernes an den Pranger stellen

Eine Hand hält ein Smartphone, der Zeigefinger der zweiten Hand deutet an den Bildschirm zu bedienen; im Hintergrund verschiedene Knoten die untereinander verbunden sind mit Bezeichnungen wie Website, Search, Content, etc.
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Sich an anderen rächen und/oder andere bloßstellen zu wollen, sind Verhaltensweisen, die nicht gerade sympathisch sind, die aber leider ein fixer Bestandteil menschlichen Verhaltens zu sein scheinen. Das hat es schon immer gegeben und wird es wohl leider auch immer geben, aber mit dem Voranschreiten des technologischen Fortschritts haben sich die Möglichkeiten beträchtlich erweitert. Zur Zeit immer mehr in Mode kommt dabei Doxing.

Was ist Doxing?

Unter Doxing (bzw. Doxxing) versteht man das Zusammentragen und anschließende Veröffentlichen von personenbezogenen Daten ohne Erlaubnis der jeweiligen Person. In der Regel ist eine Person durch Doxing identifzierbar und wird so im Internet bloßgestellt.

Gründe für Doxing

Die Gründe für Doxing können ganz unterschiedlich sein. In der Regel geht es den Tätern und Täterinnen um Selbstjustiz oder die Bloßstellung ihrer Opfer. Doxing ist aber auch eines jener Mittel, das Gruppen wie Anonymous einsetzen, um ihre Interessen zu verfolgen und Personen, die sie für Missstände verantwortlich machen, an den Pranger zu stellen. 

Wie schützt man sich vor Doxing?

Nachdem Doxing nur möglich ist, wenn überhaupt Daten vorhanden sind, die gefunden und zusammengetragen werden können, besteht der beste Schutz darin, überhaupt keine Daten verfügbar zu machen. Dazu sollte man sich am Besten noch einmal folgende Hinweise ins Bewusstsein rufen, die man ohnehin so oft hört und liest aber dennoch nicht immer befolgt:

  • Überlegen Sie noch einmal bevor Sie etwas online stellen, ob Sie dies wirklich in der Weise machen wollen.
  • Nutzen Sie die Einstellungsmöglichkeiten für ihre Privatsphäre  bei den einzelnen sozialen Plattformen und schränken Sie die Sichtbarkeit ihrer Informationen und Beiträge auf ihre Freunde ein.
  • Verschlüssen Sie wenn möglich alle Datenübertragungen - das gilt auch für ihren Mailverkehr.
  • Nutzen Sie mehrere Mailadressen und verwenden Sie für Newsletter, Werbung und dergleichen eine Mailadresse, die nicht sofort Rückschlüsse auf ihren Namen ermöglicht.
  • Verwenden Sie für die einzelnen Dienste unterschiedliche Passwörter und wechseln Sie diese regelmäßig.

Swatting

Eine neue Variante des Doxing, die in den USA vermehrt auftritt, ist das sogenannte Swatting. Dabei werden Anschläge oder Gewaltverbrechen im Internet angekündigt und Informationen gestreut, welche die Polizei auf die Spur zu einer bestimmten Person bringen sollen. Ziel dieses Vorgehens ist es, dass die Einsatzkräfte dann das Haus der betroffenen Person stürmen - daher auch die Bezeichnung Swatting.

 

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