Die Pyramiden

Pyramiden von Gizeh (manuela Taibinger - bilder.tibs.at)

Wir kennen sie alle, die Pyramiden, auch wenn viele von uns noch nie ihre gigantischen Ausmaße in natura gesehen haben. Als Kind las ich von wiedererwachten Mumien und den geheimen Wiederauferstehenungs-ritualen des ägyptischen Totenbuches.

Als Jugendlicher bastelte ich eine maßstabgetreue Kartonpyramide, weil ich irgendwo gelesen hatte, dass im geometrischen Schwerpunkt der Pyramide jede Rasierklinge von sich aus ihre absolute Schärfe erhalten würde und kein organischer Stoff (in meinem Falle "Apfelbutz") zu faulen gewinnen würde - und damit so wie die aufbewahrten Mumien für immer und ewig erhalten bliebe. Nach ein paar Wochen war leider die Klinge ebenso unscharf wie zuvor und der Apfel war einfach ausgetrocknet, sodaß nicht einmal eine Schimmelpilzspore mehr Nahrung gefunden hatte. Naja, wer will schon ewiges Leben?

Faszinierend sind sie allemal, diese Bauwerke aus den Anfängen menschlicher Hochkultur, auch wenn ihr Alter im Vergleich zu geologischen Zeiträumen nur einen Atemzug darstellt. Sie lassen uns dennoch gewahr werden, wie unbedeutend der Einzelne aber auch die Gesamtheit der menschlichen Macht im großen Gefüge der Zeit ist. 

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