Die Neue Mittelschule ab nächstem Schuljahr Regelschule

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Bildquelle: Neue Mittelschule

"Die Hauptschule gehört demnächst der Vergangenheit an. Die Neue Mittelschule hat den Unterrichtsausschuss passiert. Die bisher als Schulversuch geführte Neue Mittelschule (NMS) wird ab dem kommenden Schuljahr 2012/13 zur Regelschule. Mit der Zustimmung zum Regierungsentwurf im Unterrichtsausschuss des Nationalrats durch die Regierungsparteien am Donnerstag gehört die Hauptschule der Vergangenheit an und wird schrittweise bis 2018/19 durch die NMS ersetzt.

Nach Kritik vonseiten der Grünen und einzelnen ÖVP-Abgeordneten bleibt das Unterrichtsfach "Ernährung und Haushalt" weiter ein Pflichtfach, wie aus einer Aussendung der Parlamentskorrespondenz hervorgeht.  ..." (Quelle: Die Presse)

Nun ein paar Hilites aus der Presseerklärung der Frau Bundesminister vom 1. März 2012:

  • Der NMS-Lehrplan entspricht in den Inhalten dem Lehrplan des Realgymnasiums. Als eigene Schulart muss die Neue Mittelschule aber einen eigenen Lehrplan haben.
  • In der Neuen Mittelschule gibt es vier mögliche Schwerpunktbereiche: sprachlich-humanistisch-geisteswissenschaftlich, naturwissenschaftlich-mathematisch, ökonomisch-lebenskundlich und musisch-kreativ.
  • Es werden zusätzliche Ressourcen (6 Stunden pro Klasse) zur Verfügung gestellt.
  • Es werden Lehrer von Hauptschulen, AHS und BHS zum Einsatz kommen (folgt im Dienstrecht).
  • Im Sinne der Individualisierung und Förderung aller SchülerInnen ist eine Differenzierung vorgesehen, wonach eine grundlegende und/oder vertiefte Allgemeinbildung (Bildungsziel der AHS) angestrebt wird. Eine Vertiefung ist in den Gegenständen Deutsch, Mathematik und der lebenden Fremdsprache vorgesehen.
  • Die individuellen Lern- und Leistungsstärken werden in der „ergänzenden differenzierenden Leistungsbeschreibung“ festgehalten, die zusätzlich zum Zeugnis ausgehändigt wird. Darüber hinaus können auch Schülerportfolios erstellt werden.
  • Im Zeugnis und in der Schulnachricht wird ab der 7. Schulstufe vermerkt, ob der jeweilige Gegenstand grundlegend oder vertieft abgeschlossen wurde.
  • Die regelmäßigen Eltern-Kind-Gespräche werden verankert. Die Bildungswegentscheidung wird ab der 7. Schulstufe durch Beratungsgespräche mit Schülern und Eltern begleitet.
  • Erfolgreiche bisherige Entwicklungsarbeit an Schulstandorten kann im Rahmen der schulautonomen Schwerpunktsetzungen fortgeführt werden.
  • Um den unterschiedlichen Leistungspotenzialen der SchülerInnen gerecht zu werden, wurde für die Pflichtgegenstände Deutsch, Mathematik und erste lebende Fremdsprache die Differenzierung in grundlegende und vertiefende Beurteilung ab der 7. Schulstufe eingeführt.
  • Im Sinne der Chancengleichheit wird allen SchülerInnen das gesamte Spektrum an Lernmöglichkeiten geboten.
  • Die vertiefte Bildung entspricht dem Bildungsziel der AHS-Unterstufe, die grundlegende Bildung umfasst die gleichen Inhalte, allerdings auf einer weniger komplexen Ebene.
  • Eine Beurteilung nach vertiefter Allgemeinbildung basiert auf dem höheren Komplexitätsgrad, mit dem eine in der Leistungsfeststellung vorgesehene Aufgabe gelöst wurde.
  • Eine negative Beurteilung in der vertieften Allgemeinbildung gibt es nicht, da in diesem Fall die Schülerin/der Schüler entsprechend einer grundlegenden Allgemeinbildung beurteilt wird.
  • Die Note 1 oder 2 in der grundlegenden Beurteilung führt in jedem Fall zu einer positiven Note in der vertieften Beurteilung.
  • Die Schwerpunktbereiche sind in den Stundentafeln ausgewiesen und zusätzlich mit schulautonomen Modifikationen kombinierbar.
  • Geometrisch Zeichnen kann in den Mathematikunterricht integriert werden (was vor der Schaffung des eigenständigen Gegenstandes auch schon der Fall war). Allerdings ist es im Rahmen des naturwissenschaftlich- mathematischen Schwerpunkts als Gegenstand vorgesehen. Dies entspricht dem Lehrplan der AHS-Unterstufe.
  • Ernährung und Haushalt ist nach wie vor ein Pflichtgegenstand in der Neuen Mittelschule.
  • Textiles & technisches Werken sind in einem Gegenstand zusammengeführt. Eine abwechselnde getrennte Führung ist möglich (im Laufe eines Schuljahres müssen beide Inhaltsbereiche gleich stark vertreten sein, die gemischtgeschlechtlichen Gruppen wechseln dann zum Halbjahr vom technischen zum textilen Unterricht.
  • Berufsorientierung ist in den Stundentafeln als verbindliche Übung (1 Stunde) angeführt.

 

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