Die Finanzkrise

Papierflieger (Julia Lackner)
Bildquelle: bilder.tibs.at/ Julia Lackner

Und immer wieder die Finanzkrise - kein Tag, der nicht mit einer Eurokrisen-Schlagzeile im Hausgang, den ich morgens hinterstapfe, beginnt. Denn die SCHLAGZEILEN der diversen österreichischen Tageszeitungen - brav verteilt vom Kolporteur - schlagen sich bereits um 6:45 in meine Augen.

Momentan ist also Österreichs Wirtschaft drauf und dran, ihre Triple AAA-Wertung zu verlieren, nicht so wie Frankreich, wo S&P sich "nur" für 2 Stunden geirrt hatten, sondern weil Investoren einfach die "Kohle" abziehen, weil Österreichs Schuldenstand so hoch sei. Tja - und dann kommt gleich die nächste Zeile - Abverkauf von ÖMV und Telecom, meint Vizekanzler Spindelegger lt. dt. Handelsblatt.

Und ich frage mich dauernd, wer da wohl daran verdienen mag. Und weil ich keine Ahnung habe, so wenig davon verstehe  und andere angeblich so viel - denke ich, dass dies wieder einmal dieb Chance für echte Krisengewinnler ist. Und so wächst auch meine Angst angesichts dieser Headlines.

Doch wenigstens habe ich nichts zum Retten, weil ich schon vorher kaum etwas besaß. Das sind die Vorteile der Unvermögenden. Doch geht mein Staat Pleite und zahlt mir keinen Lohn mehr, weil er dies nicht mehr  vermag, dann schau ich schön blöd aus der Wäsch'. Dafür hat er vielleicht die "Too Bigs (Pigs) to fail" gerettet, was mich sicher freut, wenn ich die tollen architektonisch-innovativen Neubauten diverser Geldinstitute weiterhin betrachten und mich möglicherweise auf eine balfige Neueeröffnung mit Sektempfang und Buffet freuen darf. Ach blöd - fast vergessen - da werden andere dazu eingeladen.

Und hatte nicht schon unser guter Kaiser Max - den wir Tiroler so verehren - ein ziemliches Loch in seinem Staatssäckel,  Ein solch  großes, dass er halb Österrreich den Fuggern verscherbelte?

"Substanzloses Geld und der "Schein" in meiner Hand: Im Prinzip spricht nichts gegen Papiergeld und es ist grundsätzlich eine gute und sinnvolle Idee. Mit dem Papiergeld wäre alles in bester Ordnung, wenn es nicht beliebig vermehrt werden würde und jeder Papierschein einem realen Gegenwert in Form von Diensten und Produkten entsprechen würde. So war es am Anfang auch einmal. Allerdings geben Staaten ebenso wie die meisten Bürger immer mehr Geld aus als sie zur Verfügung haben. Die Geschichte lehrt uns, dass die Herrscher deshalb in der Regel immer folgende Maßnahmen ergreifen: Sie erhöhen die Steuern und Abgaben, sie verschulden sich und sie erhöhen die Geldmenge. Wir sehen heutzutage, dass die ersten beiden Möglichkeiten nahezu ausgeschöpft sind und seit geraumer Zeit verstärkt auf die letzte zurückgegriffen wird.

In den letzten dreißig Jahren haben sich die weltweit hergestellten Produkte und Dienste in etwa vervierfacht, die Geldmenge in diesem Zeitraum jedoch vervierzigfacht (Professor Hamer). Das heißt, es steht in Wirklichkeit der enormen Menge an bedruckten Papierscheinen nur eine begrenzte Anzahl an Waren und Dienstleistungen gegenüber, sprich in Wirklichkeit ist ein Großteil der Geldscheine schlichtweg „wertlos“. Es ist so, als würden in einer Kantine, die vierhundert Mahlzeiten zubereitet, insgesamt viertausend Essensmarken ausgegeben. Sofort würden im Kampf um die Speisen aus netten Kollegen erbitterte Feinde und die kollegialen Verhaltensregeln würden ad acta gelegt. So wird es in absehbarer Zeit auf der Welt mit dem Geld ebenso geschehen. Über gewisse Zeiträume wird viel von dem überschüssigen Geld von den Märkten und den Menschen „absorbiert“ und alle Preise und Werte blähen sich auf (Inflation). Das Leben wird immer teurer und die Menschen müssen für Ihren Lebenserhalt mehr arbeiten und es bleibt trotzdem nichts übrig...." (Quelle: www.krisenvorsorge.com)
 

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