Die Banditen Sardiniens

Sardinien - Satellitenbild
Bildquelle: Wikimedia Commons / NASA; Quelle: http://visibleearth.nasa.gov/view_rec.php?vev1id=25422; http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sardinia_satellite.jpg; public domain

"Von den 667 Entführungen, die man in Italien seit 1969 verzeichnet, wurden lediglich 106 auf Sardinien verübt. Die Lombardei hatte 155 Fälle und Kalabrien 128. Wenn das Delikt «sequestri di persone» im ganzen Land gleichwohl mit Sardinien und dessen Banditismo assoziiert wird, dann hauptsächlich darum, weil die große, in den siebziger und achtziger Jahren ganz Italien erfassende Entführungswelle auf der Mittelmeerinsel schon lange vorher ins Rollen gekommen war.

Die Ursprünge gehen auf den «Abigeato» zurück, den wenig ergiebigen Diebstahl von Schafen und Kühen. In den fünfziger Jahren folgten erste Erpressungen; die in den Bergen versteckten Banditen und Latitanti verlangten von den Wohlhabenden der Region Überlebenshilfen. Zur kurzen, ein bis zwei Tage dauernden Verschleppung der Erpressten war es nur mehr ein kleiner Schritt. In den sechziger Jahren erfuhr das Geschäft mit Entführungen eine gewisse Perfektionierung. ..." (Quelle: www.nzzfolio.ch)

"Stein-, Kork- und Flaumeichen, Kastanien- und Haselnussbäume, die Bergwelt von Gennargentu und Supramonte, Granit- und Kalksteinklippen und im Winter sprudelnde Wasserfälle - so erlebt der Urlauber die Barbagia im Herzen Sardiniens.
Mittendrin liegen charmante mittelalterliche Granitstädtchen und Luftkurorte: Ausgangspunkte für Touren durch das Gennargentu-Massiv, zur 1834 Meter hohen Punta La Marmora - dem höchsten Gipfel Sardiniens -, zum "Villaggio di Tiscali" - den viereckigen Steinhütten im Inneren des Tiscali-Bergpalast -, durchs Lanaittutal mit den Ruinen des Nuraghendorfes "Sa Sedda e Carros" oder einfach nach Orgosolo. Ein Dorf das man kennt, auch wenn man noch nie da war!

In Orgosolo, dem einst berüchtigten Banditendorf in der Barbagia, verewigen seit Ende der 1960er Jahre zahlreiche Wandgemälde den Wiederstand gegen Faschismus, Kapitalismus, Krieg, Wettrüsten, Hunger und Apartheid. Mehr als 150 sozialkritische Murales zieren die Fassaden der sonst eher schlichten und schmucklosen Häuser des Dorfes. Die Atmosphäre wirkt politisch und idealistisch." (Quelle: www.sardinien.com

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