Altersfreigaben bei Filmen und Spielen

Altersfreigaben
Bildquelle: Von Unbekannt - Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7056867

Ob bei Apps, Filmen oder Computerspielen: Überall sieht man bunte Kästchen (auf den DVD- und Spielhüllen meistens unten seitlich, bei den Apps meistens unter dem Namen der App) mit den Begriffen PEGI, USK oder FSK und irgendwelchen Zahlen.

Das InfoEck des Landes Tirol informiert über die Bedeutung dieser Begriffe und die Rolle, die sie beim Kauf oder Download spielen.

PEGI: Alterseinstufungssystem für Computer- und Konsolenspiele sowie Apps
PEGI ist die Abkürzung von "Pan-EuropeanGame Information" und ein europaweites Alterseinstufungssystem für Computer- und Videospiele, das im Jahr 2003 in Kraft getreten ist. PEGI gibt Altersempfehlungen auf Spielen an, was vor allem Eltern die Entscheidung beim Kauf von Spielen erleichtern soll. Die Kennzeichnung sagt jedoch nichts über die Spielbarkeit (das heißt den Schwierigkeitsgrad oder die erforderlichen Fähigkeiten, die notwendig sind, um das Spiel zu spielen) der jeweiligen Spiele aus. Außerdem bekommen Eltern mit der PEGI-Kennzeichnung keine Information dazu, ob das Kind durch das ausgesuchte Spiel etwas lernt.
Eltern, die mehr zu Vor- und Nachteilen bestimmter Spiele erfahren möchten, können sich dazu auf der Website der BuPP informieren (BuPP ist die Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen im Bundesministerium für Familien und Jugend, die durch Spielebewertungen und -empfehlungen Eltern und PädagogInnen eine Orientierungshilfe beim Kauf bieten).
Ob PEGI ein Spiel für die Altersgruppe 3, 7, 12, 16 oder 18 empfiehlt, hängt von einigen Inhalten im Spiel ab, wie zum Beispiel Gewaltdarstellungen, sexuellen Handlungen, angsterzeugenden Geräuschen oder ob die Figuren im Spiel realistisch aussehen. Zusätzlich findet man auf der Rückseite des Spiels Inhaltssymbole mit bestimmten Bedeutungen. Mit diesen Symbolen rechtfertigt PEGI auch die vorhin erwähnten Alterskennzeichnungen.
 
PEGI
 
Bildquelle: Screenshot: (http://www.pegi.info/at/index/id/622) - Anita Eller
 
USK: Altersfreigabe für Computer-, Konsolen- und Onlinespiele zusätzlich zu PEGI
USK seht für "Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle" und ist ein deutscher Verein, der Computer- und Konsolenspiele prüft und Altersfreigaben empfiehlt, die durch staatliche Vertreterinnen und Vertreter letztendlich festgelegt werden. USK unterteilt die Freigaben in die Altersgruppen 0, 6, 12, 16 und 18 Jahren.  Die Kennzeichnung legt fest, ab welchem Alter ein Spiel die Entwicklung der Spielerin oder des Spielers beeinflusst. Das hängt zum Beispiel von der Schwierigkeit des Spiels ab, welches Ziel darin verfolgt wird, ob Gewalt oder andere angstmachende oder suchtmachende Inhalte vorkommen. Die Altersfreigaben für Onlinespiele und Spiele-Apps werden von der IARC ("International Age Rating Coalition") festgelegt. Die USK ist ein Teil der IARC und übernimmt die Alters-Einstufungen, wobei diese Alters-Einstufungen von USK regelmäßig überprüft werden.
 
FSK: Altersfreigabe von Filmen auf Grundlage des deutschen Jugendschutzgesetzes
FSK ist die Abkürzung von "Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" und ist im deutschen Jugendschutzgesetz verankert. Die Altersklassen sind dieselben wie bei USK, also 0, 6, 12, 16 und 18 Jahre. In Österreich gibt es keine eigene Jugendschutz-Kennzeichnung. Einzelne Bundesländer in Österreich verweisen in ihren Jugendschutzgesetzen auf die FSK-Regelung. In Tirol bestimmt die Abteilung "Gemeinden" mithilfe von Sachverständigen die Altersgrenze für Kinder und Jugendliche für Filme im Kino und bei Veranstaltungen. In Tiroler Kinos darf die Altersgrenze um drei Jahre unterschritten werden, wenn das Kind den Film in Begleitung einer/eines Erwachsenen anschaut. Im Tiroler Jugendschutzgesetz werden im Vergleich zum Jugendschutzgesetz anderer Bundesländer (z.B. Salzburg und Kärnten) keine der drei Kennzeichnungen erwähnt. Dafür steht deutlich drin, dass Medien, die Gewalt oder sexuelle Darstellungen beinhalten, Kindern nicht angeboten, vorgeführt, zugänglich gemacht oder weitergegeben werden dürfen.
 
Quelle:
Sabrina Widmoser, www.mei-infoeck.at
(Text aus ~Mail Nr. 03/2017 Seite 6f)
 
Weblinks:

 

Bildquelle: 
Von Unbekannt - Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7056867

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