75. Todestag Janusz Korczak

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An einem nicht gesicherten Tag nach dem 5. August 1942 starb Janusz Korczak, der nicht nur bereits zu Lebzeiten einen internationalen Ruf als Schriftsteller genoss, sondern vor allem durch den selbstlosen und letztlich Tod bringenden Einsatz für jüdische Waisen weltbekannt ist. Im Besonderen sichert ihm das Engagement für die Kinder seines Waisenhauses und das Begleiten seiner Schützlinge beim Transport in ein Vernichtungslager und in den sicheren Tod auch 75 Jahre nach seinem Ableben das Weiterleben in den Köpfen.

Die reformpädagogischen Ansätze Korczak' spiegeln sich im Vorwort seines 1925 erschienen Buches "Wenn ich wieder klein bin":

Ihr sagt:

„Der Umgang mit Kindern ermüdet uns.“
Ihr habt recht.
Ihr sagt:
„Denn wir müssen zu ihrer Begriffswelt hinuntersteigen.
Hinuntersteigen, uns herabneigen, beugen, kleiner machen.“
Ihr irrt euch.
Nicht das ermüdet uns. Sondern – dass wir zu ihren Gefühlen emporklimmen müssen. Emporklimmen, uns ausstrecken, auf die Zehenspitzen stellen, hinlangen.
Um nicht zu verletzen

Neben seinen Kinderbüchern, die ihn bereits zu Lebzeiten sehr bekannt gemacht haben, sind vor allem seine pädagogischen Schriften von großer Bedeutung: "Wie man ein Kind lieben soll", "Das Recht des Kindes auf Achtung", "Die Regeln des Lebens" und "Die fröhliche Pädagogik" haben auch heute nichts an ihrer Aktualität eingebüßt.

In Yad Vashem, offizielle Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust, ist Korczak ein Denkmal gesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Yad_Vashem_BW_2.JPG)

 

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