7. Mai 2016: 71 Jahre - Ende des Zweiten Weltkriegs

Wilhelm Keitel unterzeichnet die bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht
Bildquelle: Wikimedia Commons; http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wilhelm_Keitel_Kapitulation.jpg; 15.12.2015; public domain; Dieter Draxl

Am 7. Mai jährt sich zum 71sten Mal das Ende des 2. Weltkriegs in Europa mit der Kapitulation Hitlerdeutschlands vor den alliierten Streitkräften. Danach sah die Welt wiederum völlig anders aus, obgleich die zerstörerischen Kräfte des Menschen nicht ruhen werden bis zum Ende der Welt, so oder so.

Nachdem diese schrecklichen Jahre die Generation unserer Eltern bzw. Großeltern sehr stark geprägt hat, egal in welchem Teil Europas, widmet sich die folgende Artikelserie bzw. Linksammlung diesem Ereignis. Dass es zu kurz nach dieser Jahrhundertkatastrophe  wieder Tendenzen gibt, einander wieder da und dort auf bereits blutgetränktem Boden an die Gurgel zu fahren (z.B. Ukraine) spricht nicht gerade für die Lernfähigkeit der Menschen, selbst wenn sich manche  zu angeblichen Eliten der Gesellschaft zählen.

"Ein paar Fakten über Deutschland nach dem Krieg:

 

  • In jeder Stunde starben 1045, in jeder Minute 17 Menschen.
  • Jeder achte männliche Deutsche – gerechnet vom Säugling bis zum Greis – kam ums Leben, in den Ostgebieten jede fünfte männliche Person. Insgesamt wurden elf Prozent der Bevölkerung getötet, also jede neunte Person.
  • Bei den Bombenangriffen im gesamten deutschen Reich gab es zwischen 600 000 und 800 000 „Ziviltote“. Insgesamt ruhen heute in Deutschland rund 1,3 Millionen Kriegstote.
  • Die Gefallenen hinterließen mehr als 1,7 Millionen Witwen, ca. 2,5 Millionen Halbwaisen und etwa 100 000 Vollwaisen. Insgesamt gab es 1,5 bis 2 Millionen Kriegswitwen. Die Zahl der Witwen und Witwer betrug 1960 noch 1,1 Millionen, der Waisen 500 000 und 800 000 Eltern, deren Sohn oder Söhne gefallen waren.
  • Zu Kriegsende waren über elf Millionen deutsche Soldaten in 12 000 Kriegsgefangenenlagern auf 80 Staaten der Erde verteilt.
  • 1946/47 kehrten zwischen neun und zehn Millionen ehemaliger Soldaten aus Kriegsgefangenschaft wieder zurück. Im Frühjahr 1947 befanden sich noch 2,3 Millionen Kriegsgefangene in alliierten Händen, ca. 900 000 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. 1947 wurden weitere 350 000 Kriegsgefangene entlassen, 1948 eine halbe Million, 1949 weitere 280 000 Kriegsgefangene. Die letzten 10 000 kehrten erst 1955/1956 nach Hause zurück.
  • Im Bundesgebiet wurden im November 1950 über 2,01 Millionen „Kriegsbeschädigte“ registriert, davon waren etwa 1,5 Millionen zwischen 30 und 100 Prozent in ihrer Erwerbstätigkeit beeinträchtigt, davon etwa 760 000 über 50-Jährige.
  • Mehr als zwei Millionen Zivilisten kamen auf der Flucht oder während der Vertreibung ums Leben, davon mehr als die Hälfte Frauen und Kinder. Aus den Gebieten östlich von Oder und Neiße flohen mehr als sieben Millionen Menschen oder wurden vertrieben. Dazu kamen etwa fünf Millionen aus den früheren deutschen Siedlungsgebieten.
  • Wahrscheinlich war mindestens jede achte Frau aus dem deutschen Reichsgebiet von Flucht oder Vertreibung betroffen. Ende 1952 befanden sich in der BRD 2,58 Millionen und in der DDR 3,8 Millionen deutsche Heimatvertriebene.
  • Zwischen 200 000 und 400 000 Personen wurden verschleppt, von denen etwa 50 Prozent starben.
  • Ungefähr ein Viertel aller deutschen Kinder wuchs nach dem Krieg ohne Vater auf, der gefallen oder vermisst war. Unter den Heimatvertriebenen fanden sich allein über zwei Millionen Kinder und Jugendliche. 1,6 Millionen davon hatten die Eltern oder einen Elternteil verloren.
  • Viele Kinder waren allein unterwegs. Nach Schätzungen hielten sich allein von den Berliner Kindern 1945 noch 10 000 bis 20 000 ohne Kontakt mit ihren Angehörigen in gefährdeten Gebieten ohne ausreichende Nahrung auf.
  • 1951 gab es in der Bundesrepublik Deutschland über 120 000 Pflegekinder und über 500 000 Minderjährige standen unter Amtsvormundschaft. (aus: Statistisches Jahrbuch 1952, Fenske, H. Radebold, R. Overmanns und M. Dörr, a.a.O.)
  • Noch immer werden 2005 alleine in Deutschland 1,3 Millionen Menschen vermisst. Ihr Schicksal ist bis heute ungeklärt!" (Quelle: www.volksbund.de; 24.3.2015)

Wohlgemerkt - das sind nur statistische Erhebungen über die heutige Bundesrepublik Deutschland. Hier ist nicht die Rede von der Sowjetunion, Frankreich, Polen, den baltischen Staaten, Rumänien, Serbien, Griechenland, Kroatien, Italien, Großbritannien, den USA usw. Da soll doch noch mal wer daherkommen und meinen: "Der Hitler hatte aber auch gute Seiten. Er uns die Autobahnen gebracht - und Zucht und Ordnung!" Ich würde diese Zahlen ausdrucken und ihm oder ihr links und rechts um die Ohren hauen, so einen Zorn hätte ich.

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Wikimedia Commons; http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wilhelm_Keitel_Kapitulation.jpg; 15.12.2015; public domain; Dieter Draxl

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