1957 bis 2017: Die Geschichte der EU

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Brexit, Flüchtlingsströme, Verhandlungen mit der Türkei, nationalistische Tendenzen in zahlreichen Staaten - die Liste der Herausforderungen an die Europäische Union für das Jubiläumsjahr ist lang, könnte sich doch 2017 als Schicksaljahr für die EU erweisen. 

Wie alles begann

Die EGKS (auch Montanunion genannt) wurde 1951 als supranationale Organisation von Belgien, der BRD, Frankreich, Italien, Luxemburg für eine Dauer von fünfzig Jahren geschlossen. Sie gilt als Vorläufer der EG.

Mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge am 25. März 1957 durch Belgien, die BRD, Frankreich, Italien, Luxemburg  und die Niederlande wird eine europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), eine europäische Atomgemeinschaft (EURATOM)  gegründet und beschlossen, dass die drei Organe eine gemeinsame parlamentarische Versammlung, einen gemeinsamen Gerichtshof und einen gemeinsamen Wirtschafts- und Sozialausschuss haben werden.

Ziel sollte eine verstärkte innereuropäische Zusammenarbeit zur Sicherung des Friedens sein.

1965 wurden in Brüssel durch die Unterzeichnung der sogenannten Fusionsverträge die Organe der EGKS zusammengelegt. Die Eigenständigkeit der Institutionen blieb davon unberührt, eine gemeinsame Kommission und ein gemeinsamer Rat wurde eingesetzt.

Bis 1972 besteht die EWG aus sechs Mitgliedsstaaten.

Der Vertrag von Maastricht

1992 wurde durch den Vertrag von Maastricht die EU gegründet und auf einem Drei-Säulen-Modell errichtet: die erste Säule bilden die europäischen Gemeinschaften, die zweite Säule ist die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, die dritte die polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit. Zwölf Außen- und Finazmisnister unterzeichneten das Vertragswerk. Der ursprünglich rein wirtschaftliche Zweck der Gemeinschaft wird erweitert, gemeinsame politische Zielbestimmungen werden getroffen.

Am 1. Jänner 1995 trat Österreich nach positiver Volksabstimmung der Europäische Union bei.

Der Beschluss eine gemeinsame Währung, den Euro, einzuführen, stieß von Seiten der Bevölkerung nicht sofort auf Gegenliebe: die Erinnerung an verheerende Inflationsraten und die Befürchtung, dass Konsumprodukte merklich teurer werden würden, wirkten hemmend.

Bis einschließlich April 2004 besteht die EU aus 15 Mitgliedsstaaten.

EU-Erweiterung 2004

Am 1. Mai 2004 erweitert sich die EU um weitere zehn Mitgliedsstaaten, nachdem die Beitrittsverhandlungen abgeschlossen und die Volksbefragungen positiv geendet hatten. Um überhaupt als Mitgliedsstaat in Frage zu kommen, müssen die europäischen Staaten die sogenannten Kopenhagener Kriterien erfüllen: Rechtsstaatlichkeit, Garantie der Demokratie und Schutz von Menschenrechten und Minderheiten, außerdem eine funktionierende Marktwirtschaft  und die Bereitschaft des gesamte Recht der EU zu übernehmen.

EU heute

Heute ist die Europäische Union ein Bund von 28 Mitgliedsstaaten mit 24 Amtssprachen und mehr als einer halben Milliarde Einwohner.

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt stellt die EU aktuell den größten Wirtschaftsmarkt der Erde.

 

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