„Brauch-Tanz“ - Tradition und Heimatbewusstsein

Bildquelle: Hermann Nageler

SCHWOICH (hn). Tanzen als Schulfach – in zahlreichen Tiroler Schulen wird das bald Realität. Der Tiroler Landestrachtenverband hat in Zusammenarbeit mit dem Land Tirol das Projekt „Brauch-Tanz“ ins Leben gerufen. 80 Schulen sind schon mit dabei.

„Wir wollen Kindern und Jugendlichen unser Brauchtum und den Volkstanz näherbringen, aber auch die Wurzeln aus Geschichte und Tradition sowie Werte unserer Heimat vermitteln“, umreißt Oswald Gredler das Ziel der Bemühungen. Gemeinsam mit Landesrätin Beate Palfrader und VS-Direktor Josef Dillersberger präsentierte der Landesobmann des Trachtenverbandes am Montag in Schwoich das engagierte Projekt.

Die Kinder der Volksschule Schwoich demonstrierten zum Auftakt, was sie unter der Anleitung von Harald Gogl gelernt haben.Gestartet wurde es an der Volksschule Schwoich, wo Harald Gogl, Obmann des Trachtenvereins „Koasara“, in den letzten Wochen mit den Buben und Mädchen der 4. Klassen einige Tänze eingelernt hatte. Direktor Josef Dillersberger freute sich nicht nur über die Auftakt-Veranstaltung an seiner Schule, sondern auch über die positiven Auswirkungen der Initiative: „Tanzen ist gemeinschaftsbildend, es fördert die Musikalität und die Motorik – und es macht ganz einfach Freude. Unsere Kinder waren jedenfalls begeistert!“

 

„Eine großartige Initiative“, schwärmte auch LR Beate Palfrader, „damit wird bei den jungen Menschen nicht nur der Sinn für Bräuche und Traditionen geweckt, es werden auch Gemeinschaftssinn und soziale Kompetenz gefördert“. Für die Landesrätin ist es gerade im vereinten Europa wichtig, „dass die Regionen ihre individuelle Kultur bewahren“.

Das Interesse am „Brauch-Tanz“ ist groß. „80 Volksschulen in ganz Tirol sind bereits mit dabei“, berichtet Oswald Gredler, „damit haben wir zur Zeit schon 4.000 Kinder erreicht“. Geplant sind zweimal zwei Unterrichtseinheiten, als Lehrer stellen sich Obleute und VortänzerInnen aus den verschiedenen Brauchtumsgruppen im ganzen Land ehrenamtlich zur Verfügung. Als Unterrichtsbehelfe dienen Broschüren und eine detaillierte Projektvorlage. Gredler: „Natürlich sind unsere Vortänzer auf kindergerechte Lerninhalte geschult. Der Spaß hat Vorrang!“ Zum Abschluss gibt´s für jedes Kind ein Diplom mit Klassenfoto.

Bildquelle: 
Hermann Nageler

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