Arbeit und Beruf

Korbmacher bei der Arbeit

Bis vor kurzem war es in Österreich noch üblich, von der Lehre bis zur Pension ein und denselben Beruf auszuüben. Ein Beruf war eine Lebensaufgabe, Menschen, die häufiger die Arbeitsstelle wechselten, galten als unzuverlässig. Heute dagegen gelten Menschen, die sich öfters verändern, als "flexibel". 

Immer häufiger wird auch massiv zwischen Arbeit und Beruf unterschieden - Arbeit ist das, was eben zum Broterwerb gehört, der Bezug zu persönlichen Neigungen ist vergleichsweise gering, Beruf dagegen hat immer noch mit "Berufung" zu tun. 

Darüber hinaus verändert sich auch die Einstellung zum Arbeiten schlechthin. Die Generation meiner Eltern z.B. definierte sich ganz stark über das, was man im Beruf erreichte, ein Privatleben und Freizeit waren eher entbehrlich. Heute dagegen ist viel stärker von der "Work-Life-Balance" die Rede, die eine Ausgewogenheit zwischen der täglichen Arbeit und dem Privatleben fordert. Zu groß wird der Druck, der mittlerweile in der Arbeitswelt (wieder) herrscht, zu häufig werden die psychischen Beeinträchtigungen (Burn-out).

 

Ein spannendes und vielschichtiges Thema also. Lesen Sie, was unsere Redakteure an Informationen für Sie zusammengestellt haben.

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Wikimedia.Commons

Arbeit - Lehrmedium auf LeOn und im Medienverleih

ArbeitLehrmedium auf LeOn und im Medienverleih des Tiroler Bildungszentrums - Arbeit

(2007 geeignet für Mittel- und Oberstufe)

Arbeit ist sehr zentral für die Menschen, als Lebensinhalt, für den Erwerb des Lebensunterhaltes. Zwei unterschiedliche Berufe, der Industriemeister und die Krankenpflege werden vorgestellt. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, ehrenamtlich zu arbeiten. Was der Verlust der Arbeitsstelle für einen Menschen bedeuten kann, ist ebenso Inhalt.

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Quelle: Brigitte Stangl, Tiroler Bildungsinstitut

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Tiroler Bildungszentrum; (Brigitte Stangl)

Arbeit - eine anthropologische Grundgröße

Suche ich in der Wikipedia nach Beiträgen zum Begriff "Arbeit" finde ich gleich zehn verschiedene Definitionen des Begriffes. Von "physikalischer Arbeit" bis zum "Kunstwerk" finden sich unterschiedliche Auslegungen. Hier geht es vor allem um Arbeit als "Erwerbsarbeit", als feste Größe im menschlichen Leben. 

Die anthropologische Wissenschaft scheint sich darin einig zu sein, dass Arbeit erst im Tier-Mensch-Übergangsfeld entsteht und untrennbar mit dem Herstellen von Produkten oder bewussten Absolvieren von Abläufen verbunden ist.  Arbeit hat also immer eine reflexive Komponente. Arbeit ist also demnach eine bewusste, schöpferische Auseinandersetzung mit der Umwelt. Dem Nestbauen z.B. von Vögeln fehle die Bewusstheit und sei daher im philosophischen Wortsinn keine Arbeit. Arbeit ist also eine menschliche Grundkonstante.

Das mag wie typisch philosophische Haarspalterei klingen, tatsächlich meinen wir mit Arbeit aber immer einen Zugang zur Welt, in dem Reflexion steckt, in dem wir uns mit der Umwelt auseinander setzen, bei dem wir in die Zukunft planen und den wir in bestimmten Rhythmen absolvieren. 

Der Zusammenhang zwischen Arbeit und Rhythmus ist bemerkenswert - gerade sehr ursprüngliche Kulturen kennen Arbeit nur in Verbindung mit Rhythmen und Liedern, gesungen, gestampft oder geschlagen. Man beachte die Arbeit von Schmieden, die Werkstücke in einem bestimmten Rhythmus hämmern, von Steinmetzen, die z.B. Pflastersteine legen oder Feldarbeiter, die Baumwolle pflücken.

Die Beurteilung der verschiedenen Arten von Arbeit hat sich in der historischen Zeit stark verändert und spiegelt stark die jeweiligen gesellschaftlichen Veränderungen wider. Die mesopotamischen Schöpfungssagen berichten, dass die Götter das Menschengeschlecht schufen, um nicht mehr selber arbeiten zu müssen. Hier wird Arbeit primär als Mühsal interpretiert. Viele altgriechische Philosophen (die zumeist adliger Abkunft waren) unterschieden zwischen der existenzsichernden, mühseligen Arbeit der Handwerker (Banausen) und Sklaven und der von Verpflichtung freien höheren geistigen Arbeit. 

Seit der frühen Aufklärung und dem Aufstieg des Bürgertums wurde Arbeit dann als bestimmender Faktor angesehen, der Eigentum rechtfertigte. Hätte der Adel bis 1789 es als undenkbar abgelehnt, für Besitz zu arbeiten (Eigentum war im Absolutismus ein Geburtsrecht), galt (und gilt) in der heutigen westlichen Gesellschaft Arbeit als Grundbedingung für Reichtum. Erst Arbeit verleiht mir das Recht, Besitz zu haben. Diese - besonders in den USA - stark ausgeprägte Grundhaltung geht zum Großteil auf die Ethik des Calvinismus zurück. Man lebt, um zu arbeiten und das verleihe dem menschlichen Leben Würde und Sinn. 

Erst in den letzten Jahren scheint sich ein gewisser Wandel einzuleiten. Zu häufig sind mittlerweile Personen wie It-Girls, deren einzige "Arbeit" ist, medial präsent zu sein, um nur ein Beispiel zu nennen. Es wird spannend zu sehen sein, wie sich die Auffassung von Arbeit verändern wird.

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Arbeit physikalisch gesehen

Bauer beim Pflügen (Hermann Hammerl)Arbeit ist ein Begriff aus der klassischen Mechanik. Sie wird dann verrichtet wenn auf einen Körper entlang eines Wegs eine Kraft einwirkt. Arbeit ist also mechanisch übertragene Energie und Energie ist wiederum gespeicherte Arbeit. Bringt man den Faktor Zeit herein, dann wird Arbeit zur Leistung. Die physikalische Maßeinheit ist das JOULE bzw. Newtonmeter und von der Leistung her gesehen die Wattsekunde.

Wieviel Arbeit meine Finger nun mechanisch gesehen leisten kann ich mit meinen beschränkten Kenntnissen nun leider nicht berechnen, aber ich werde die Physikas meiner Schule befragen.

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bilder.tibs.at (Hermann Hammerl)

Arbeit und Leistung

Arbeit und Leistung

Gemeinsam packen wir es anMit den beiden Begriffen kann ich - wie so viele andere ErdenbürgeInnen - nicht so recht umgehen, noch dazu, wo sie mit der seltsamen Eigenschaft "fleißig" oder ihrem Gegenteil "faul" untrennbar verknüpft sind. Arbeite ich, wenn ich aus meiner Fotosammlung Bilder auswähle, etwas nachbearbeite und auf bilder.tibs.at hochlade oder fröne ich nur meinem Hobby? Leiste ich etwas? Muss ich Mühe zeigen? Frei nach Hildegard Knef "Darf den Arbeit Freude sein?"

Wie unklar manchen Menschen die beiden Begriffe Leistung und Arbeit wirklich sind sieht man immer wieder an den periodisch wiederkehrenden Debatten über die Leistungsbereitschaft und Arbeitswilligkeit unseres eigenen Berufsstandes. Dann wird sichtbar, wie sehr andere sich fast nur an sich selbst definieren und eigentlich kaum tiefere Einblicke in die Berufswelten ihrer Mitmenschen haben.

Wie heuchlerisch diese Debatten sind erkennt man wohl auch daran, dass es viele Gesellschaften - auch unsere - noch immer nicht geschafft haben, Frauen und Männern für dieselben Tätigkeiten gleiche Löhne zu bezahlen, trotz gleicher Arbeit und gleicher Leistung.

Lustig und traurig zugleich wird das alles, wenn man über Herrn Meischbergers Telefongespräch nachdenkt: "Was woa denn mai Leistung?" Vielleicht die des Telefonhörers zu halten?

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bilder.tibs.at (Mathias Haidenhofer); CC BY-NC-SA 3.0 AT

Arbeitsethik - wie wir Arbeit bewerten

Praktisch jede/r, der/die arbeitet, hat eine persönlich und auch durch die Sozialisation geprägte Einstellung zur jeweiligen Arbeit. So definieren viele ArbeitnehmerInnen sich durchaus über die Arbeit, die sie leisten, die Höhe unseres Einkommens wird zumindest in Relation zur getanen Arbeit gestellt. Diese Einstellungen von Werktägigen zur Arbeit werden allgemein unter dem Begriff "Arbeitsethik" zusammengefasst. In Sprichwörtern wie "Wer arbeitet, soll auch essen!", "Arbeite und bete!" oder "Arbeit macht das Leben süß" stecken ganz unterschiedliche Ethiken, die sowohl mit dem gesellschaftlichen als auch religiösen Hintergrund sichtbar machen.

So ist für protestantisch geprägte Gesellschaften die calvinistische Arbeitsethik prägend, die die Auffassung von Arbeit als zentraler Pflicht und Aufgabe des Lebens transportiert. Sogar unsere Existenz nach dem Tod sei nur schön, wenn wir auch im Jenseits Aufgaben hätten. Im griechischen Altertum dagegen galt körperliche Arbeit als minderwertig, sie behinderte die höhere geistige Tätigkeit. Die frühen Hochkulturen Mesopotamiens dagegen sahen Arbeit als Schicksal der Menschen, da sie nur für diesen Zweck (Arbeit) von den Göttern geschaffen worden seien.

Unsere persönliche Arbeitsethik wird natürlich auch von solchen prägenden gesellschaftlichen Mythen getragen - auch heute akzeptieren viele Europäer Reichtum und Popularität nur, wenn sie auch verdient worden ist. Erben, Lotto-Gewinner, It-Girls werden durchaus abschätzig betrachtet. Einkommen und Leistung (Arbeit) sind - zumindest in der Theorie - eng miteinander gekoppelt. Der hohe Widerstand mancher politischer Parteien gegen ein arbeitsloses Grundeinkommen ist durch eine Arbeitsideologie zu begründen.

Gleichzeitig ist es aber auch unsere persönliche Einstellung zu unserer Tätigkeit, mit der wir unserem Leben Sinn geben. Wer nur aus Verdienstgründen in seinem Beruf steckt, bezahlt möglicherweise mit Frustration, mit Minimalismus und Unzufriedenheit, außer er/sie schafft sich Lebensbereiche, die persönlich sinnstiftender sind. Demotivierend kann in diesem Sinn auch die klassische "entfremdete" Arbeit sein, von der Marx spricht. Arbeit ohne Bezug zu etwas Produziertem fehlt ein zentrales Moment der Sinnstiftung.

 

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wikimedia.commons/Heinrich Zille

Arbeitslos - was nun?

Arbeitslosigkeit in der ZwisachenkriegszeitDie letzte Finanzkrise hat 13 Millionen Jobs vernichtet. Wie viele Arbeitsstellen wird die kommende Krise zerstören? Haben wir uns an die 2/3 - Gesellschaft (ein Schlagwort der 90-iger Jahre) längst gewöhnt? Ist es wirklich so - wie uns manche Politiker und Medien ständig glauben machen wollen - dass wirklich jeder Arbeit finden kann wenn er Arbeit finden will? Sind Konzepte wie 1-Euro-Jobs der Hartz IV- Ideen wirklich die richtige Antwort auf steigende Arbeitslosigkeit in allen Industrieländern? Sollen unsere Gesellschaften sich wieder auf jene Niedriglöhne und Arbeitsbedingungen einlassen, wie sie zur Zeit in den Billiglohnländern wie China und Indien angeboten werden - zurück in den Kapitalismus des 19. Jahrhunderts? Andererseits werden Gewinne aus Vermögen - und auch aus virtuellem Kapital - immer höher. Die Börsen und ihre finanziellen Risikogeschäfte boomen. Wie kann etwas Gerechtigkeit in jene ungleichen Verteilung an Volksvermögen gebracht werden? Warum zahlen Lohnempfänger den Löwenanteil an Steuern? Wer zahlt, wenn eben diese Lohnarbeit immer seltener wird? Kennt sich hier überhaupt noch jemand aus?

"Arbeitslosigkeit und Gesundheit sind eng miteinander verbunden. Viele Menschen verlieren aufgrund von Krankheit ihren Arbeitsplatz - und ihr Gesundheitszustand verschlechtert sich meist, weil sie arbeitslos sind. Arbeitslose Frauen sind durchschnittlich 23,8 Tage im Jahr krank, arbeitslose Männer 21,5 Tage. Erwerbstätige hingegen kommen auf 8,7 Tage. Diese Zahlen präsentierte kürzlich Gudrun Biffl, Arbeitsmarktexpertin des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), im Rahmen einer Tagung der Caritas zum Thema "Krankheit macht arbeitslos. Arbeitslosigkeit macht krank" in Graz. Die Daten basieren auf Haushaltsbefragungen des Statistischen Zentralamtes. ..." (Quelle: www.wienerzeitung.at)

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Wikimedia Commons / http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-B0527-0001-772,_Berlin,_Friseur-Salon,_Angebot_f%C3%BCr_Arbeitslose.jpg; Bundesarchiv, Bild 183-B0527-0001-772 / CC-BY-SA

Arbeitslosigkeit - Lehrmedium auf LeOn

,, Arbeitslosigkeit,Lehrmedium auf LeOn  – Arbeitslosigkeit

(2007, geeignet für Mittel- und Oberstufe)

„Arbeitslosigkeit“ berücksichtigt die aktuelle Gesetzgebung nach Hartz, zeigt die historische Entwicklung der Arbeitslosenversicherung auf, macht den Unterschied zwischen Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II deutlich und erklärt so genannte 1-Euro-Jobs. Ausgehend von den Ursachen von Arbeitslosigkeit wie Rationalisierung und Globalisierung erklärt der Film die Bedeutung der strukturellen, konjunkturellen, friktionellen und saisonalen Arbeitslosigkeit. „Arbeitslosigkeit“ definiert Begriffe wie Vollbeschäftigung und Massenarbeitslosigkeit und vergleicht die statistische und wirtschaftspolitische Entwicklung in der Bundesrepublik und DDR seit dem so genannten Wirtschaftswunder im Westen. Massenarbeitslosigkeit wird als das bedrückende Problem in Europa und als Folge einer globalen Weltwirtschaft dargestellt. Die Arbeitslosenquoten der Schweiz, von Österreich und Deutschland werden verglichen und politische, kollektive und individuelle Maßnahmen dagegen aufgezeigt. Auf finanzielle und psychosoziale Folgen der Arbeitslosigkeit wird beispielhaft hingewiesen und eine Fotogeschichte über die Schülerin Tina und ihren arbeitslosen Onkel machen das Thema altersgerechtgreifbar.

 

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Quelle: Brigitte Stangl, Tiroler Bildungsinstitut

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Tiroler Bildungszentrum; (Brigitte Stangl)

Aufbereitete aktuelle Zeitungsartikel und vieles mehr...

 

Logo AWSAuf der Plattform des Arbeitskreis für Wirtschaft und Schule finden sich wieder neue aktuelle Unterlagen. Im Bereich Wirtschafrspresse finden Sie aktuelle Unterlagen zur Thematik der Bindung des Schweizer Franken an den Euro aber auch zur Krise Griechenlands. Aber auch im Bereich English plus finden Sie neue Unterlagen, beispielsweise zu Money Matters (der Umgang mit Geld usw.) und zu Women at work.

Schmökern Sie in den unzähligen sehr gut aufbereiteten und aktuellen Unterlagen...

Weiters Material auf AWS

Die Internetplattform der Arbeitsgemeinschaft für Wirtschaft und Schule, kurz AWS, stellt verschiedenste Lernunterlagen, die sich sehr gut in den zeitgemäßen, handlungsorientierten Unterricht implementieren lassen kostenlos zur Verfügung.

Alle Unterlagen stehen in Form von Skripten als PDF-Dokument zum Download bereit.

Die Unterlagen umfassen folgende Bereiche:

Medienpakete
Kompakte Unterrichtspakte mit Sachinfos, Spielen, Folien etc

WirtschaftspressePLUS
Aktuelle Pressetexte zu volks- und betriebswirtschaftlichen Themen. Mit Arbeitsblättern, Projektvorschlägen, Linktipps und Lösungvorschlägen

Best practice - Firmenporträts
Firmenporträts erfolgreicher Unternehmer. Didaktisch aufbereitet für die Sekundarstufe 1 und 2

EUPLUS
Aktuelle Infos, Statistiken, Presseberichte und Highlights aus der Europäischen Union

FrançaisPLUS
Materialien für den wirtschaftsbezogenen Fremdsprachenunterricht.

Aktuelle Unterlagen
Wirtschaftsthemen von Experten kompetent und spannend aufbereitet.
Mit 1 : 1 einsetzbaren Unterrichtsmaterialien wie Pressetexte, Fragen, Arbeitsblätter, Spiele, Audiobeispielen etc.

VolkswirtschaftPLUS
Kompakte Informationen zu aktuellen volkswirtschaftlichen Themen. Didaktisch spannend aufbereitet, mit 1 : 1 einsetzbaren Unterrichtsmaterialien.

Ländersteckbriefe
Informationen zu Wirtschaft, Gesellschaft und Jugendkultur in 21 Ländern. Mit Arbeitsblättern, Spielen, Rätseln etc., ab der Sekundarstufe 1 einsetzbar.

EnglishPLUS
Materialien für den wirtschaftsbezogenen Fremdsprachenunterricht

und sogar noch weitere.

Die Unterlagen sind absolut professionell gestaltet und zusammengestellt und werden laufend aktualisiert.

Link zum Material von AW

Quelle: Arbeitskreis für Wirtschaft und Schule

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Arbeiskreis für Wirtschaft und Schule

Ausbildungsplatz gesucht – Bewerbung - Themenbank auf LeOn

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VorstellungsgesprächThemenbank auf LeOn und im Medienverleih des Tiroler Bildungszentrums - Ausbildungsplatz gesucht – Bewerbung

(2006, geeignet für Mittel- und Oberstufe)

Diese Themenbank hilft Jugendlichen, aktiv das Wissen zu erarbeiten, wie sie die schwierigen Hürden nehmen, um überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Sie lernen, wie sie sich Informationen zu einem Berufsbild verschaffen, wie sie durch einen Anruf bei einer Firma alle wichtigen Auskünfte erhalten und wie eine Bewerbungsmappe aussehen muss, die einem Personalchef positiv ins Auge fällt. Auch beim vierten Thema hilft ein Film, typische Fehler am Tag des Bewerbungsgesprächs zu vermeiden und schon mal einen guten ersten Eindruck zu machen.

Diese Themenbank erhalten Sie auf LeOn - dem Medía-on-demand-Projekt des TBI-Medienzentrums und  im Medienverleih. Jetzt können Sie die Medien auch online anschauen, ganz ohne Installation des Medienmanager, so einfach wie die Benutzung von Youtube...

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Quelle: Brigitte Stangl, Tiroler Bildungsinstitut

 

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Tiroler Bildungszentrum; (Brigitte Stangl)

Berufssafari am WIFI

BerufssafariVor fast genau einem Jahr startete das WIFI am 21. September 2010 mit der "Berufssafari" in ein neues Zeitalter der Berufsorientierung. Die Wirtschaftskammer Tirol bietet damit der Jugend einen völlig neuen Weg der Orientierungshilfe bei Entscheidungen um Jobauswahl und berufliche Zukunft.

Über Informationspfade am WIFI werden die Jugendlichen in einer „Safari" durch den Dschungel der vielfältigen Berufswahlmöglichkeiten geleitet. SchülerInnen der 7. bis 9. Schulstufe gewinnen damit ein anschauliches und praxisorientiertes Bild einzelner Berufsfelder.

In 6 Stationen werden die Sparten Tourismus und Lebensmittelgewerbe, Handelsberufe, Medien und Technikwelt, Gesundheitsberufe, Holz und Bauwesen, Metall und Elektrobereich veranschaulicht.

Eckpfeiler der Stationen sind:

Die „Berufssafari" dauert 5 Stunden und kann für Schulklassen und SchülerInnengruppen über die Wirtschaftskammer Tirol gebucht werden.

Weblinks:

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Anita Eller

Die Arbeitslosen von Marienthal

Ehemalige Arbeitersiedlung in Marienthal"Die Arbeitslosen von Marienthal« (Leipzig 1933) ist längst ein Klassiker der empirischen Sozialforschung. Der Erfolg dieser Studie bewirkte in den Sozialwissenschaften eine weltweite Vertrautheit mit dem Namen »Marienthal«. Doch kaum jemand weiß mehr über diese Fabrik und Arbeiterkolonie als das Wenige, das in dem Buch mitgeteilt wird. So betrachtet, ist »Marienthal« ein Mythos geworden.

Diese Website bietet Erst- und Hintergrundinformationen zu Marienthal vor wie nach der berühmten Studie von 1933. Texte, Bilder und Archivalien gewähren Einblicke in die Geschichte Marienthals, in den Ort und seine Menschen, von den Anfängen bis in die Gegenwart. Sie dokumentiert aber auch den Industriestandort Marienthal als einen der ältesten aktiven Österreichs. Dazu kommen Informationen zur Marienthal-Studie sowie zu deren Projekt- und Autorenteam...." (Quelle: agso.uni-graz.ac.at)

 

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Wikimedia Commons / http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gramatneusiedl_Marienthal_2010_01.JPG; Urheber: Marie Jahoda; 21. Mai 2010

Die einen arbeiten, die anderen zerschlagen

Kaputter Fußball (Ferdinand Baumgartner)So steht es noch auf der Homepage, bald gibt es die Seiten nicht mehr, denn dann sind wieder einmal ein paar tausend Arbeitsplätze dahin - und der frühere Vorzeigemann der Industrie und Wirtschaft bettelarm, wie er von sich selbst behauptet. "Ein Leistungsträger" weniger, denke ich, obgleich er in der Dokumentation "Let's Make Money" vor wenigen Jahren noch groß geklotzt hat, und jedem/r ein schlechtes Gewissen eingeredet hat, der/die nicht um einen Hungerlohn eine Wochenarbeitszeit von 60 Stunden hatte.

Dann war er irgendwo in irgendeinem Super-Wirtschaftsblatt "Manager des Jahres", und jetzt ist er halt "Pleitier des Jahres". Schön sind die Zeilen im PROFIL zu lesen, eine Zeitschrift, die ich selbst eigentlich als eine der wenigen "bemühten" Magazine seit Jahren abonniert habe. Der Herr Chefredakteur verehrt Herrn Kovats geradezu - bin gespannt, wie sehr er sich von ihm nun abwendet, nach der Phase der Admiration.

Man muss sich bei solchen Summen (die ja im großen Finanzrahmen "kinkerlitzlich" sind) vera... vorkommen. Wir an unserer Schule gehen um jede Laminierfolie betteln, Schulgestühl darf pro Jahr nur klassenweise erneuert werden, Beamer für die ganze Schule (12 Klassen) gibt es in den letzten 4  Jahren 2 Stück, Projektgeld für die Projektwochen gestrichen, 400 Planstunden für Fördern und Projekt innsbruckweit gestrichen, gestrichen, gespart, gestrichen - und dann sollen wir alle gemeinsam dem Kovats seine Risikobereitschaft "heilen" sprich sanieren - aber weil wir solidarisch sind und viele österreichischen Arbeitsplätze "dranhängen" tun wir das vielleicht sogar. Und die rechten Recken tun so als würden sie das alles besser machen und wiederholen fortwährend, dass ihr Name Hase sei und sie von Nichts wüssten. Den "Jörgl" hat es nie gegeben und die Hypo Alpe Adria ist eine bloße Hypothese, eigentlich gab es sie nie, so hypothetisch war sie. Es verwundert mich überhaupt nicht, dass die Herrschaft der Aristokratie in den Revolutionen 1917 ein schnelles Ende gefunden hat, doch es verwundert mich sehr, dass so schnell die Oligarchie ihre Rolle eingenommen hat - ob es bei uns nicht ähnlich von statten geht? Eigentlich ist das alles nur noch peinlich, würden derartige Vorgänge in einer normalen Schule ablaufen, peinlich. Pain ist das englische Wort für Schmerz.

"Die an der Wiener Börse notierte A-TEC Industries AG ist eine internationale Industriegruppe mit Sitz in Wien, die in den Bereichen Minerals & Metals, Werkzeugmaschinenbau sowie Antriebstechnik erfolgreich tätig ist. Die Gruppe beschäftigte per Ende Jänner 2011 rund 5.800 Mitarbeiter in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Tschechien, der Slowakei, Großbritannien, Serbien, Polen sowie den USA und Indien." (Quelle: www.atec-industries.com)

"profil.at: Multimillionär Mirko Kovats gibt sich nicht mehr damit zufrieden, einfach reich zu sein. Als Vorstandsmitglied der Industriellenvereinigung strebt er jetzt gesellschaftliches Ansehen und öffentlichen Einfluss an...." (Quelle: www.profil.at)

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bilder.tibs.at (Ferdinand Baumgartner)

English @ Work – Unterrichtsmaterial für den berufsbezogenen Fremdsprachenunterricht

Scots GuardFit für die Zukunft: go international -English @ Work ist ein gemeinschaftliches Projekt des Bildungscluster, eine gemeinsame Initiative unter dem Dach der Wirtschaftskammer Österreich und dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur.

Unter dem Namen English @ work stellt der Bildungscluster sehr hochwertige Unterlagen, dh Lernskripten mit differenziertem Schwierigkeitsgrad und Soundfiles zu den jeweiligen Übungen der Skripten zur kostenlosen Nutzung bereit. In den Skripten finden sich aktuelle Zeitungsartikel, Statistiken, Übungen, Links zu aktuellem Material im Internet und vieles mehr.

Viele der Kapitel aus den jeweiligen Skripten sind mit den Themenbereichen der jeweiligen Lehrpläne kompatibel. Zwar sind die Unterlagen nicht für den unterrichtlichen Einsatz ausgelegt lassen sich aber partiell sehr gut dafür nutzen. Beispielsweise findet sich eine sehr gute Zusammenstellung zur Bewerbung in Englischer Sprache oder ebenso  ein sehr praxisnahes Kapitel zum Verfassen von Geschäftsbriefen.

Mittlerweile werden unter dem Titel English @ work folgende beruflichen Schwerpunkte behandelt:

Die Skripten stehen als PDF zum Download bereit, die MP3-Files wurden zwischenzeitlich von der Website genommen, können aber über E-Mail angefordert werden.

Weiterführender Link:

Quelle: bildungscluster.at

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bilder.tibs.at; Anne Eckert

Hartz IV ODER Wer ist der Sündenbock?

Peter Hartz"Das Hartz-Konzept ist eine Bezeichnung für Vorschläge der Kommission „Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“, die in Deutschland unter der Leitung von Peter Hartz tagte und im August 2002 ihren Bericht vorlegte.

Die Kommission wurde von der Bundesregierung unter Gerhard Schröder eingesetzt. Sie sollte Vorschläge dazu unterbreiten, wie die Arbeitsmarktpolitik in Deutschland effizienter gestaltet und die staatliche Arbeitsvermittlung reformiert werden könne. Anlass dafür war unter anderem das Bekanntwerden von geschönten Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit über deren Vermittlungserfolge und über den Umfang des Verwaltungspersonals (etwa 85.000) im Verhältnis zur Zahl der Vermittler (etwa 15.000). Erklärtes Ziel des Hartz-Konzeptes war es, innerhalb von vier Jahren die Arbeitslosenzahl von damals vier Millionen zu halbieren. Dieses Ziel konnte nicht annähernd erreicht werden.

In den Medien wurde das Konzept auch als Hartz-Paket bezeichnet, da es ein Bündel von verschiedenen Maßnahmen enthält. Zur besseren Umsetzung im Gesetzgebungsverfahren wurden die Maßnahmen aufgeteilt in einzelne Gesetze zur Reform des Arbeitsmarktes mit den Kurzbezeichnungen Hartz I, Hartz II, Hartz III und Hartz IV; die einzelnen Gesetze traten schrittweise zwischen 2003 und 2005 in Kraft. Einschneidende Änderungen an den Gesetzen erfolgten bereits ab 2006. ...

... Hartz IV mit Wirkung ab 1. Januar 2005 - Viertes Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt
 

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Wikimedia Commons / http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Peter_Hartz.jpg; 1 January 2007

Ich arbeite, also darf ich sein

Franz Wilhelm Seiwert - Welt der Arbeit (!933)Ich gehöre zu den privilegierten Menschen dieses Landes mit meinem regelmäßigen Einkommen und der relativ geringen Bedrohung durch Jobverlust als pragmatisierter Beamter. Schaut man dann heute in das verschuldete Griechenland - und liest, dass Tausende von Arbeitsstellen auch im öffentlichen Dienst abgebaut werden müssen, dann kann ich mir in ein paar Jahren eine solche Bedrohung auch in unseren Landen vorstellen. Dann kann mir schon bange werden. Wenn sich ein Staat keine Gehälter für seine Angestellten leisten kann, dann wird es wohl auch mich treffen können. Dass für viele unserer MitbürgerInnen dieses Szenario schon lange real  gilt, wird mir erst während dieser Gedanken bewusst.

Wer wäre ich hätte ich nicht meinen Beruf? Würde ich - abgesehen von der existentiellen Bedrohung - mich noch als vollwertig betrachten, oder würde sich nicht langsam ein Gefühl der Minderwertigkeit in Herz und Seele schleichen?

"Die Arbeit steht im Zentrum unseres Lebens. Nicht nur, weil sie Geld bringt: Sie stiftet Sinn und Identität. Durch sie dürfen wir uns als nützliche Mitglieder der Gesellschaft fühlen. Wir brauchen sie, um glücklich zu sein – und sei es auch nur als Kontrast zur Freizeit, die wir ohne diesen Gegenpol nicht genießen könnten. Wer seine Arbeit verliert, hat nichts mehr zu erzählen, ihm droht die gesellschaftliche Isolation. Der Jobverlust belastet die Psyche und wird zur Gefahr für die Gesundheit. ..." (Quelle: www.zeit.de)

»Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.«

"Dieser altehrwürdige Satz scheint nach wie vor zum Kern arbeitsgesellschaftlicher Kulturen zu gehören, in denen (Erwerbs- oder Berufs-) Arbeit ökonomisch hoch bewertet und von anderen »Tätigkeiten « (z.B. in Haushalt und Familie) oder »Sektoren« (etwa dem »informellen« Sektor von Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft) abgegrenzt wird. ..." (Quelle: www.ssoar.info)

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Wikimedia Commons / http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Seiwert_-_Welt_der_Arbeit.jpg; Museum Ludwig; Franz Wilhelm Seiwert; gemeinfrei

Linksammlung zur Berufsorientierung

UnterrichtSpätestens seit der Kundmachung des BM:UKK-Rundschreibens Nr. 17 / 2009 mit der neuen Regelung des Katalogs verbindlicher Maßnahmen im Bereich Information, Beratung, Orientierung der 7. und 8. Schulstufe, der unter anderem die koordinierte Umsetzung der verbindlichen Übung „Berufsorientierung“ in der 7. und 8. Schulstufe verlangt, ist der hohe Stellenwert dieser Thematik nicht zu übersehen.
Die Begleitung der SchülerInnen beim Berufswahlprozess ist als vorrangige pädagogische Aufgabe zu betrachten. Die Jugendlichen sollen über alle Möglichkeiten von Ausbildungswegen informiert werden, um im Idealfall gemäß ihren Neigungen und Stärken eine geeignete Berufswahl treffen zu können.
Das Internet bietet zum Thema „Berufsorientierung“ zahlreiche Informationsquellen zu den gesetzlichen Vorgaben, zu Webauftritten der verschiedenen Bildungseinrichtungen oder zu Grundsatzinformationen und Angeboten von Partnerinstitutionen, die mit den BerufsorientierungslehrerInnen Projekte durchführen. Das Spektrum von Webseiten, die direkter Bestandteil des Berufsorientierungsunterrichts sein können, reicht von Filmimpulsen über Schulhomepages bis zu Seiten, die von den SchülerInnen interaktiv bearbeitet werden.


Die hier angefügte Linksammlung ist als Unterstützung bei der Vorbereitung des berufskundlichen Unterrichts gedacht und erhebt in keiner Weise Anspruch auf Vollständigkeit.

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bilder.tibs.at/Christian Riedl

Ora et Labora

Betender (Reinhold Embacher)"Die Regula Benedicti (RB) oder Benediktinerregel wurde von Benedikt von Nursia im frühen 6. Jahrhundert zur Ordnung des gemeinsamen Lebens der Möche verfasst, vermutlich nach dem Vorbild der sog. Magisterregel. Die Regel enthält in einem Prolog und in 73 Kapiteln grundlegende Aussagen und Vorschriften über das Verhalten der Mönche innerhalb des Klosters, die Tugenden der Möche, Anordnungen für den Gottesdienst, das opus dei, regelt das Verhältnis der Möche untereinander und zwischen Abt und Mönchen und gibt Vorschriften über die Verwaltung des Klosters und über die Erziehung der Novizen.

Die Regel ist von den Grundsätzen der Ortsbeständigkeit (stabilitas loci), des klösterlichen Lebenswandels (conversatio morum) sowie des Gehorsams (oboedientia), weiterhin von den Tugenden des Gebets (oratio), der Arbeit (labor), der persönlichen Armut (paupertas sancta) - diese nach dem Vorbild der urchristlichen Gemeinschaft - und des Maßhaltens (discretio) geprägt.

Entgegen der landläufigen Meinung kommt die Formulierung "ora et labora" (Bete und arbeite) nicht in der Benediktinerregel vor, sondern rührt aus einem Schriftbild her, das die Worte "ora et labora" so in einen Kreis setzte, dass sie fortlaufend gelesen werden konnten ("ora et lab|ora"). Der Grundsatz benediktinischen Lebens lautet im vollen Wortlaut "ora, labora et studia" (Bete, arbeite, und studiere). " (Quelle: www.schule-bw.de)
 

"Im Schweiße Deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden; von ihm bist du ja genommen. Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück." (Genesis)

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bilder.tibs.at (Reinhold Embacher)

Proletarier aller Länder vereinigt euch

Klassengesellschaft - Pyramide der StändeIch bin ein Nachkomme meiner relativ bezitzlosen und landlosen Eltern, also eindeutig ein Proletarier im klassischen Sinne und im neuzeitlich-marxistischen Sinne wohle ebenso, denn durch den Verkauf meiner Arbeitskraft kann ich meinen Lebensunterhalt bestreiten. Trotzdem verwende ich das Wort "Prolo" weitaus öfter als Schimpfwort gegenüber jener Masse gedankenloser Nachahmer, welche sich von jedem medialen Hype beeindrucken lassen und mehr Lebenssinn in einer gestreiften PUMA-Trainingshose sehen als in einem lesenswerten Buch. Dann beginne ich mich - gedanklich gesehen - zu erheben über die breite Masse der Proletarier, der Proleten, der Prolos. Dann werde ich - oder ist bloß meine Nase? - zu etwas Besserem und vergesse alles Solidarische. Denn Prolo bin ich keiner, natürlich nicht.

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Traumberuf

Lehrlingsausbildung - Schnuppern in der Metallverarbeitung"Für viele Deutsche ist der Berufswunsch bisher nicht in Erfüllung gegangen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Online-Jobbörse www.stepstone.de, an der sich 4.550 Fach- und Führungskräfte beteiligt haben. 37 Prozent der Befragten gaben an, dass sie vor dem Studium zwar eine feste Berufsabsicht hatten, heute aber nicht in diesem Bereich arbeiten.

Während die eine Hälfte von ihnen dies allerdings gar nicht schade findet, bedauern die anderen, ihr Jobziel verfehlt zu haben. Die gute Nachricht: Immerhin ein Drittel der Befragten hat seine Berufsabsicht in die Tat umgesetzt. Weitere 30 Prozent hatten überhaupt keinen konkreten Berufswunsch, als sie mit dem Studium starteten. ... (Quelle: www.news.skripten.at)

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Vita activa - oder doch vita contemplativa?

Heinrich Zille - Arbeit: Ausschnitt mit schlafenden Arbeitern auf Baustelle

Sollen wir aktiv durchs Leben gehen, die Welt verändern, neue Dinge erforschen und "Spuren hinterlassen in dieser Welt", wie Käthe Kollwitz einmal sagte? Oder sollen wir beobachten, nachdenken, meditieren und die Kreise dieser Welt meiden?

Diese beiden unterschiedlichen Einstellungen, die sich auch in einer unterschiedlichen Einschätzung der Arbeit zeigen, bestimmen die abendländische Diskussion zum Verhältnis von Arbeit und Leben. War für die antike Welt die Vita contemplativa, also die Betrachtung ohne handwerkliche Tätigkeit das Maß der Dinge, lebten interessanterweise gerade die Benediktiner im frühen Christentum, die man wohl eher auf der kontemplativen Seite vermuten würde,  die Vereinigung der Gegensätze in ihrem "ora et labora" ("Bete und arbeite").

Das Bürgertum der Neuzeit kennt eher eine Arbeitsethik, die das aktive Leben, die Verwirklichung im Beruf sieht, und für die Freizeit nicht umsonst das doppeldeutige "Muße" ist ("Müßiggang ist aller Laster Anfang" lautet ein deutsches Sprichwort).

Heutzutage, nach zwanzig Jahren neoliberalem Turbokapitalismus als treibender gesellschaftlicher Kraft, erwachen viele Menschen wie aus einem bösen Traum und finden die Forderung nach "work-life-balance" sinnvoll, hinter der zwar einerseits eine große, expandierende Freizeitindustrie steht, die Absatzmärkte sucht, die aber andererseit auch ein berechtigtes Unbehagen mit einem Leben widerspiegelt, das sich nur über Leistung definiert hat.

Vor knapp einem halben Jahrhundert schrieben die Philosophin Hannah Arendt ihr Hauptwerk "Vita activa" (in dem sie eine Theorie politischen Handelns entwarf) und Heinrich Böll seine berühmte "Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral", in der die alte Diskussion zwischen Vita activa und Vita contemplativa vor dem Hintergrund industrieller Gesellschaften diskutiert wurde. Wir arbeiten demnach, um zu leben, vielmehr als dass wir leben um zu arbeiten.

 

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wikimedia.commons/Heinrich Zille

WANTED – Berufsbilder gesucht!

KochWie sieht eigentlich die Arbeitskleidung eines Chemielaboranten aus, welche technischen Geräte verwendet eine Optikerin oder welche Uniform trägt eine Polizistin?

 Gerade im Volksschulbereich werden sehr oft beispielhafte Bilder zu unterschiedlichen Berufen für den Sachunterricht benötigt. Das schreit doch geradezu dannach, dass ich insbesondere Sie, liebe BerufsschulehrerInnen, dazu animieren möchte, einmal eine kleine Bilderserie von maximal 5 Bildern zu den Berufen zu erstellen, die in Ihrer Fachberufsschule ausgebildet werden.

In unserer Bilderdatenbank gibt es bereits hunderte Fotos von sehr schönen Speisen, ein Ganzkörperfoto eines/r  Koches/Köchin in berufstypischer Kleidung gibt es jedoch leider noch nicht. Ebenso wäre es denkbar, berufstypisches Werkzeug dazu abzubilden.

Achten Sie bitte darauf, wenn Sie eine/n Schüler/in ablichten, das Einverständnis für die Veröffentlichung einzuholen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie meinem Aufruf folgen und eine Bilderserie (max. 5 Fotos) zu einem Beruf Ihrer Wahl hochladen

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Bildquelle: 
bilder.tibs.at; Education Group